2017-08-17 - Ein Abstecher nach Eppstein und Idstein

Wenn ich auf Deutschlands Autobahnen unterwegs bin, sehe ich oftmals grüne Schilder, die auf besondere Sehenswürdigkeiten in Städten und Regionen hinweisen. Doch mir fehlt dann die Zeit, mich mit diesem historischen Stätten zu beschäftigen. Die Information wiird nur im Kurzzeitgedächnis gespeichert.
 
Heute habe ich meine viel bessere Hälte zum Frankfurter Flughafen gefahren. Ich habe mir den Tag frei genommen, weil ich weiß, dass die A3 eine stark frequentierte Autobahn ist und dort zurzeit viele Baustellen zwischen Köln und Frankfurt existieren. Wir kommen sehr gut durch den Verkehr und nachdem ich meine Liebe also am Flughafen abgesetzt habe, trete ich wieder die Heimreise nach Troisdorf an. Es ist 8:30 Uhr morgens und ich habe den restlichen Tag für mich. Die Zeit möchte ich sinnvoll nutzen.
 
Da fallen mir wieder diese grünen Hinweisschilder ein, denen ich schon auf der Hinfahrt meine Aufmerksamkeit geschenkt hatte. "Burg Eppstein" und "Nassauische Residenz Idstein" machen mich neugierig. Also nehme ich mir vor, spontan diese beiden historischen Stätte zu besuchen.
 
Direkt vor Frankfurt (von Köln aus gesehen) liegt Eppstein. Eppstein ist eine kleine Stadt mit rund 13.250 Einwohnern im Main-Taunuss-Kreis in Hessen. Dort steht eine alte Burgruine aus dem 12. Jahrhundert. Erstmalig wurde die Burg um 1122 urkundlich erwähnt. Die Burg steht auf einem Felsmassiv, zu deren Füßen dann um 1300 die Stadt Eppstein entstand. Eppstein weist deshalb eine ansehliche Zahl von gepflegten, historischen Gebäuden mit Fachwerk auf. Es ist ein tolles Bild, wenn man nach Eppstein über die Hauptstraße reinfährt und die Burgruine mächtig auf der Anhöhe die Altstadt überragt. Die Mauern lassen erahnen welch mächtiges Bollwerk dort schützend über der Altstadt wachte. Ich schlendere durch die kleinen Straßen und engen Gassen und meine Fantasie malt sich ein Bild aus der Zeit des Mittelalters. Nachdem ich die Burg umrundet habe kehrte ich zu meinem Auto zurück und verlasse die Stadt wieder Richtung Autobahn.
 
Alsdann nehme ich direkt die nächste Ausfahrt von der Autobahn, die mit einem grünen Hinweisschild auf "Idstein Nassauische Residenz" hinweist. Idstein ist eine Stadt im Rheingau-Taunus-Kreis in Hessen und hat rund 23.000 Einwohner. Der mittelalterliche Stadtkern bietet reich verzierte Fachwerkhäuser sowie die Reste einer großen Burg. Die Burg stammt aus dem Frühmittelalter. Idstein selbst wurde 1102 erstmals urkundlich als „Etichenstein“ erwähnt und erhielt im Jahr 1287 seine Stadtrechte. Es ist, als mache ich eine Zeitreise in die Vergangenheit. Gewaltig ragen die restaurierten und nach wie vor genutzten Reste der Burg im Zentrum der Altstadt empor. Markant sticht der Hexenturm in die Höhe. Ihm gegenüber liegt ein altes Schloss, das heute das Pstalozzi-Gymnasium beheimatet. Auch hier durchkreuze ich die kleinen Straßen und Gassen der Altstadt, bevor ich mich nach gut 1,5 Stunden wieder ins Auto setze und mich dann letztendlich auf dem Heimweg nach Troisdorf mache.
 
Wieder einmal hat sich gezeigt, dass es sich lohnt, sich durchaus Zeit zu nehmen, um die ausgewiesenen historischen Regionen und Städte einen kurzen Besuch abzustatten. Man glaubt gar nicht, von wieviel abenteuerlicher Geschichte wir umgeben sind. Dies werden sicherlich nicht meine letzten spontanen Stadtbesichtigungen sein. In gut einer Woche kommt meine geliebte Frau wieder nach Hause. Wenn ich sie dann vom Frankfurt Flughafen abholes, werde ich mir wieder die Zeit nehmen, weitere sehenswerte Städte auf der Strecke zu besuchen.
 
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