2016-08-31 - Fahrradfahrtag...oder jour de rouler à vélo (klingt irgendwie besser, oder?)

Heute ist mein Fahrradfahrtag. Als Bürohengst und Schreibtischtäter brauche ich einen sportlichen Ausgleich. Meine berufliche Tätigkeit schränkt meine Freizeit jedoch unter der Woche sehr ein. Insofern sind regelmäßige und insbesondere fixe Termine für Sportarten, die mich begeistern, kaum zu halten. Also nutze ich die Momente wie sie kommen, um mich fit zu halten.

Seit geraumer Zeit fahre ich einmal die Woche mit dem Fahrrad zur Arbeit und abends nach Hause zurück. Voraussetzung ist natürlich, dass Klima und Wetter stimmen und mein Arbeitstag dies zulässt (also keine offiziellen Termine oder Dienstreisen). Es macht mir einen riesen Spaß und die Strecke ist einfach toll. Im Schnitt brauche ich für die Strecke nach Köln ca. 1:30 Stunden bis 1:45 Stunden. Die Distanz beträgt ca. 25 km.

Ich habe ein einfaches aber robustes Cross-Rad, nichts Besonderes aber zweckdienlich. Meine Sachen gepackt, starte ich von zuhause um 6:30 Uhr, im Zentrum von Troisdorf. Nach wenigen Minuten passiere ich die Burg Wissem mit ihrem Wildgehege. Die Burg Wissem ist das Wahrzeichen von Troisdorf.

Ich entscheide mich für den Schotterweg hinter der Burganlage und fahre durch den Wald, vorbei an Rehen und Hirschen, entlang dem Wilhelm-Stricker-Weg, der auch Teil des „Erfahrungsfeld der Sinne“ ist.

Im Wald der Wahner Heide geht es anfangs auf unbefestigten Wegen bergauf. Doch schnell erreiche ich den Mauspfad und damit befestigten Radweg. Gegen 6:50 Uhr erlebe ich einen herrlichen Sonnenaufgang in der Wahner Heide. Die Bäume sind in das gold-gelbe Licht der aufgehenden Sonne getränkt.

Den Kreisverkehr am Camp Spich durchquert lasse ich schließlich das Gelände der Luftwaffenkaserne Wahn hinter mir. Der bis dahin sehr gute Zustand des Radweges verschlechtert sich von hier an rapide. Wurzelwerk der Bäume hat den Radweg teilweise aufgebrochen und die mit Teer geflickten Löcher tragen auch zu keiner Besserung der Fahrbahndecke bei.

Schließlich fahre ich unter der Brücke mit der A 59 hindurch. Bis zum Rhein habe ich von hieran fast keine Steigung mehr. Den Weg kann man von hier an recht zügig fahren. Die Heidestraße führt mich durch Wahn. Ich lasse den Eltzhof rechts liegen und folge dann hinter dem Bahnhof Porz Wahn rechts der Wahner Straße in Richtung Zündorf. Bis dahin geht es jetzt über eine Landstraße. Rechts und links davon liegen bestellte Äcker. Die Sonne scheint beeits und es beginnt ein famoser Sommertag.

Ich fahre durch Zündorf und nachdem ich die alten aber toll restaurierten Fachwerkhäuser passiert habe, erreiche ich schließlich die Zündorfer Groov und damit den Rhein. Diesem folge ich nun. Es geht vorbei am Zündorfer Wehrturm , dem ältesten profanen Gebäude in Porz.

Dann erreiche ich den Zündorfer Yachthafen. Mir bietet sich ein idyllisches Panorama. Es ist alles ruhig und still. Ich sehe Möven auf keinen Inseln im Rhein sitzen. Es geht vorbei an den Stadtteilen Ensen und Westhofen. Viele grüne Wiesen säumen meinen Weg. Obwohl ich in Köln bin, wirkt alles sehr ländlich. Jetzt fahre ich unter der Rodenkirchener Brücke hindurch, über die die A4 Richtung Aachen verläuft. Es geht vorbei an Campingplätzen, wo die Leute frischen Kaffee auf ihren Gaskochern zubereiten. Dann geht es unter der Südbrücke durch und ich erreiche die Poller Wiesen mit ihren Sportanlagen. Heute ist hier der Zirkus Charles Monroe zu Gast.

Vorbei an der Wache der Wasserschutzpolizei erreiche ich den Runden Pavillion der Wasserfeuerwehr in Deutz. Hier überquere ich die alte Drehbrücke in Deutz. Als ich unter der Severinsbrücke hindurch fahre, habe ich schließlich dicht besiedeltes Stadtgebiet erreicht.

Jetzt fahre ich die Deutzer Werft entlang und überquere den Rhein auf der Deutzer Brücke. Ich kreuze den Heumarkt, fahre am Historischen Rathaus vorbei zur Hohe Straße und dann weiter zur Breite Straße.

Um ziemlich genau 8:00 Uhr erreiche ich mein Ziel. Die Fahrt war entspannt. Die Strecke besteht zum größten Teil aus Gefälle und ebenen Wegen.

Was ein fabelhafter Start in den neuen Tag.

Der Rückweg heimwärts am Nachmittag dauert mit 1:50 Stunde etwas länger, weil entlang des Rheines nun Gegenwind herrscht und es mehr Steigungen gibt, die ich auf der Hinfahrt als Gefälle wahrgenommen habe.

 

 

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