2017-08-27 - Ein Abstecher nach Montabaur

Heute geht es wieder zum Frankfurter Flughafen, meine Liebe Abholen. Sie kehrt aus der Republik Moldau heim, wo Sie Ihre Familie besucht hat.
Wie schon in meinem letzten Beitrag angekündigt, habe ich mir auch dieses Mal Zeit genommen, eine Stadt zu beuchen. Nachdem ich Tatiana am Flughafen einen würdigen Empfang bereitet hatte, fuhren wir heim nach Troisdorf. In Montabaur verliessen wir die A3.
 
Montabaur ist eine sehr schöne Stadt. Ihre Altstadt beheimatet zahlreiche Sehenswürdigkeiten, wie den neugotischen Rathausbau Roter Löwe, zahlreiche Fachwerkhäuser aus dem 16. und 17. Jahrhundert und die große spätgotische katholische Pfarrkirche. Die mittelalterliche Stadtmauer ist in Resten erhalten, darunter auch der sogenannte Wolfsturm.
 
Allerdings schenken wir unsere Aufmerksamkeit primär dem Schloss Montabaur, dass bis 1945 Sitz des Landratsamtes des Unterwesterwaldkreises war. Danach war es Sitz der Bezirksregierung Montabaur. Heute ist es im Besitz der Akademie Deutscher Genossenschaften, die es als Tagungshotel und Schulungszentrum der Raiffeisen- und Volksbanken ausgebaut hat. Es liegt gut sichtbar in der Mitte der Stadt auf dem Schlossberg.

Montabaurs Geschichte reicht nachweislich ins Jahr 959 zurück. Das Kastell Humbach, das heutige Schloss, wurde in diesem Jahr erstmals urkundlich erwähnt. Der Trierer Erzbischof Dietrich von Wied, um 1217 von einem Kreuzzug aus dem Heiligen Land zurückgekehrt, ließ die zerstörte Burg wieder aufbauen und nannte diese, wegen der Ähnlichkeit des Humbacher Hügels mit dem Berg Tabor im heutigen Israel, der als Ort der Verklärung Christi gilt, Mons Tabor, woraus Montabaur wurde. 1291 verlieh König Rudolf von Habsburg (1218 bis 1291) Montabaur zusammen mit Welschbillig, Mayen, Bernkastel und Saarburg die Stadtrechte.

Auch hier durchkreuze ich die kleinen Straßen und Gassen der Altstadt. Es ist ein sonniger Tag und die liebevoll restarierten Bauten sowie das toll erhaltende Schloss wirken wir Kulisse für ein Märchen. Zufrieden über diesen tollen Abstecher,  setzen wir uns nach gut 2 Stunden wieder ins Auto und machen uns auf den Heimweg nach Troisdorf.

Es hat sich gelohnt, sich einmal mehr die Zeit zu nehmen, um dieser sehr schönen Stadt einen kurzen Besuch abzustatten.
 
tags:

2017-08-17 - Ein Abstecher nach Eppstein und Idstein

Wenn ich auf Deutschlands Autobahnen unterwegs bin, sehe ich oftmals grüne Schilder, die auf besondere Sehenswürdigkeiten in Städten und Regionen hinweisen. Doch mir fehlt dann die Zeit, mich mit diesem historischen Stätten zu beschäftigen. Die Information wiird nur im Kurzzeitgedächnis gespeichert.
 
Heute habe ich meine viel bessere Hälte zum Frankfurter Flughafen gefahren. Ich habe mir den Tag frei genommen, weil ich weiß, dass die A3 eine stark frequentierte Autobahn ist und dort zurzeit viele Baustellen zwischen Köln und Frankfurt existieren. Wir kommen sehr gut durch den Verkehr und nachdem ich meine Liebe also am Flughafen abgesetzt habe, trete ich wieder die Heimreise nach Troisdorf an. Es ist 8:30 Uhr morgens und ich habe den restlichen Tag für mich. Die Zeit möchte ich sinnvoll nutzen.
 
Da fallen mir wieder diese grünen Hinweisschilder ein, denen ich schon auf der Hinfahrt meine Aufmerksamkeit geschenkt hatte. "Burg Eppstein" und "Nassauische Residenz Idstein" machen mich neugierig. Also nehme ich mir vor, spontan diese beiden historischen Stätte zu besuchen.
 
Direkt vor Frankfurt (von Köln aus gesehen) liegt Eppstein. Eppstein ist eine kleine Stadt mit rund 13.250 Einwohnern im Main-Taunuss-Kreis in Hessen. Dort steht eine alte Burgruine aus dem 12. Jahrhundert. Erstmalig wurde die Burg um 1122 urkundlich erwähnt. Die Burg steht auf einem Felsmassiv, zu deren Füßen dann um 1300 die Stadt Eppstein entstand. Eppstein weist deshalb eine ansehliche Zahl von gepflegten, historischen Gebäuden mit Fachwerk auf. Es ist ein tolles Bild, wenn man nach Eppstein über die Hauptstraße reinfährt und die Burgruine mächtig auf der Anhöhe die Altstadt überragt. Die Mauern lassen erahnen welch mächtiges Bollwerk dort schützend über der Altstadt wachte. Ich schlendere durch die kleinen Straßen und engen Gassen und meine Fantasie malt sich ein Bild aus der Zeit des Mittelalters. Nachdem ich die Burg umrundet habe kehrte ich zu meinem Auto zurück und verlasse die Stadt wieder Richtung Autobahn.
 
Alsdann nehme ich direkt die nächste Ausfahrt von der Autobahn, die mit einem grünen Hinweisschild auf "Idstein Nassauische Residenz" hinweist. Idstein ist eine Stadt im Rheingau-Taunus-Kreis in Hessen und hat rund 23.000 Einwohner. Der mittelalterliche Stadtkern bietet reich verzierte Fachwerkhäuser sowie die Reste einer großen Burg. Die Burg stammt aus dem Frühmittelalter. Idstein selbst wurde 1102 erstmals urkundlich als „Etichenstein“ erwähnt und erhielt im Jahr 1287 seine Stadtrechte. Es ist, als mache ich eine Zeitreise in die Vergangenheit. Gewaltig ragen die restaurierten und nach wie vor genutzten Reste der Burg im Zentrum der Altstadt empor. Markant sticht der Hexenturm in die Höhe. Ihm gegenüber liegt ein altes Schloss, das heute das Pstalozzi-Gymnasium beheimatet. Auch hier durchkreuze ich die kleinen Straßen und Gassen der Altstadt, bevor ich mich nach gut 1,5 Stunden wieder ins Auto setze und mich dann letztendlich auf dem Heimweg nach Troisdorf mache.
 
Wieder einmal hat sich gezeigt, dass es sich lohnt, sich durchaus Zeit zu nehmen, um die ausgewiesenen historischen Regionen und Städte einen kurzen Besuch abzustatten. Man glaubt gar nicht, von wieviel abenteuerlicher Geschichte wir umgeben sind. Dies werden sicherlich nicht meine letzten spontanen Stadtbesichtigungen sein. In gut einer Woche kommt meine geliebte Frau wieder nach Hause. Wenn ich sie dann vom Frankfurt Flughafen abholes, werde ich mir wieder die Zeit nehmen, weitere sehenswerte Städte auf der Strecke zu besuchen.
 
tags:

2016-08-31 - Fahrradfahrtag...oder jour de rouler à vélo (klingt irgendwie besser, oder?)

Heute ist mein Fahrradfahrtag. Als Bürohengst und Schreibtischtäter brauche ich einen sportlichen Ausgleich. Meine berufliche Tätigkeit schränkt meine Freizeit jedoch unter der Woche sehr ein. Insofern sind regelmäßige und insbesondere fixe Termine für Sportarten, die mich begeistern, kaum zu halten. Also nutze ich die Momente wie sie kommen, um mich fit zu halten.

Seit geraumer Zeit fahre ich einmal die Woche mit dem Fahrrad zur Arbeit und abends nach Hause zurück. Voraussetzung ist natürlich, dass Klima und Wetter stimmen und mein Arbeitstag dies zulässt (also keine offiziellen Termine oder Dienstreisen). Es macht mir einen riesen Spaß und die Strecke ist einfach toll. Im Schnitt brauche ich für die Strecke nach Köln ca. 1:30 Stunden bis 1:45 Stunden. Die Distanz beträgt ca. 25 km.

Ich habe ein einfaches aber robustes Cross-Rad, nichts Besonderes aber zweckdienlich. Meine Sachen gepackt, starte ich von zuhause um 6:30 Uhr, im Zentrum von Troisdorf. Nach wenigen Minuten passiere ich die Burg Wissem mit ihrem Wildgehege. Die Burg Wissem ist das Wahrzeichen von Troisdorf.

Ich entscheide mich für den Schotterweg hinter der Burganlage und fahre durch den Wald, vorbei an Rehen und Hirschen, entlang dem Wilhelm-Stricker-Weg, der auch Teil des „Erfahrungsfeld der Sinne“ ist.

Im Wald der Wahner Heide geht es anfangs auf unbefestigten Wegen bergauf. Doch schnell erreiche ich den Mauspfad und damit befestigten Radweg. Gegen 6:50 Uhr erlebe ich einen herrlichen Sonnenaufgang in der Wahner Heide. Die Bäume sind in das gold-gelbe Licht der aufgehenden Sonne getränkt.

Den Kreisverkehr am Camp Spich durchquert lasse ich schließlich das Gelände der Luftwaffenkaserne Wahn hinter mir. Der bis dahin sehr gute Zustand des Radweges verschlechtert sich von hier an rapide. Wurzelwerk der Bäume hat den Radweg teilweise aufgebrochen und die mit Teer geflickten Löcher tragen auch zu keiner Besserung der Fahrbahndecke bei.

Schließlich fahre ich unter der Brücke mit der A 59 hindurch. Bis zum Rhein habe ich von hieran fast keine Steigung mehr. Den Weg kann man von hier an recht zügig fahren. Die Heidestraße führt mich durch Wahn. Ich lasse den Eltzhof rechts liegen und folge dann hinter dem Bahnhof Porz Wahn rechts der Wahner Straße in Richtung Zündorf. Bis dahin geht es jetzt über eine Landstraße. Rechts und links davon liegen bestellte Äcker. Die Sonne scheint beeits und es beginnt ein famoser Sommertag.

Ich fahre durch Zündorf und nachdem ich die alten aber toll restaurierten Fachwerkhäuser passiert habe, erreiche ich schließlich die Zündorfer Groov und damit den Rhein. Diesem folge ich nun. Es geht vorbei am Zündorfer Wehrturm , dem ältesten profanen Gebäude in Porz.

Dann erreiche ich den Zündorfer Yachthafen. Mir bietet sich ein idyllisches Panorama. Es ist alles ruhig und still. Ich sehe Möven auf keinen Inseln im Rhein sitzen. Es geht vorbei an den Stadtteilen Ensen und Westhofen. Viele grüne Wiesen säumen meinen Weg. Obwohl ich in Köln bin, wirkt alles sehr ländlich. Jetzt fahre ich unter der Rodenkirchener Brücke hindurch, über die die A4 Richtung Aachen verläuft. Es geht vorbei an Campingplätzen, wo die Leute frischen Kaffee auf ihren Gaskochern zubereiten. Dann geht es unter der Südbrücke durch und ich erreiche die Poller Wiesen mit ihren Sportanlagen. Heute ist hier der Zirkus Charles Monroe zu Gast.

Vorbei an der Wache der Wasserschutzpolizei erreiche ich den Runden Pavillion der Wasserfeuerwehr in Deutz. Hier überquere ich die alte Drehbrücke in Deutz. Als ich unter der Severinsbrücke hindurch fahre, habe ich schließlich dicht besiedeltes Stadtgebiet erreicht.

Jetzt fahre ich die Deutzer Werft entlang und überquere den Rhein auf der Deutzer Brücke. Ich kreuze den Heumarkt, fahre am Historischen Rathaus vorbei zur Hohe Straße und dann weiter zur Breite Straße.

Um ziemlich genau 8:00 Uhr erreiche ich mein Ziel. Die Fahrt war entspannt. Die Strecke besteht zum größten Teil aus Gefälle und ebenen Wegen.

Was ein fabelhafter Start in den neuen Tag.

Der Rückweg heimwärts am Nachmittag dauert mit 1:50 Stunde etwas länger, weil entlang des Rheines nun Gegenwind herrscht und es mehr Steigungen gibt, die ich auf der Hinfahrt als Gefälle wahrgenommen habe.

 

 

tags:

2017-08-05 - Im Hochseilgarten

Heute bin ich zu Ersten Mal mit meinem Schatz im Hochseilgarten. Mit meinen Kindern war ich schon des öfteren in luftiger Höhe zwischen den Bäumen im Kletterwald in Hennef unterwegs. Für Tania ist es das erste Mal.

Nachdem wir unsere Ausrüstung in Empfang genommen haben, geht es zu einem der Treffpunkte. Im Rahmen der Einweisung legen wir dann Helm und Gurt an, bekommen erklärt, wie die man sich in den Parcours sichert und durchlaufen eine kurze Praxisübung.

Danach starten wir. 90 Minuten haben wir Zeit, 4 Parcours meisterten wir. Die Namen der Seilstrecken wurden in Anlehnung an verschiedene Klettergebiete vergeben. So durchklettern wir "Borneo", die "Pyrinäen", die "Vogesen" und die "Rocky Mountails". Letztere sind mit mittlerer Schwierigkeit schon eine Herausforderung für uns. Man sollte schon eine gewisse Standfestigkeit besitzen und keine Höhenangst haben. Die Höhe der Parcours varieren je nach Schwierigkeitsgard zwischen 1 m und 15 m. Dazu kommt, dass die Brücken, Seile etc. nicht durchgängig stabil sind. Kurz gesagt, anschließend weiß man, was man getan hat.

Tania ist begeistert. Es wird nicht das letzte Mal gewesen sein, dass wir im Hochseilgarten unterwegs waren. Ich kann nur jedem empfehlen, es selbst einmal auszuprobieren.

 

tags:

2016-08-07 - Bootsfahrt auf der Sieg

Heute ist Sonntag. Sonnenschein, 25°C und meine bessere Hälfte hat heute frei. Beste Voraussetzungen für eine neue Unternehmung. Irgendetwas Besonderes soll es sein aber ohne großen Aufwand. In mir keimt die Idee mein neues Schlauchboot auszuprobieren. Es ist recht groß und geräumig, für 5 Personen geeignet. Leider ist es aber auch schwer und man benötigt eine gute Ausdauer, um es aufzupumpen. Egal, faulenzen geht an so einem Tag gar nicht.

Nicht weit von meinem Domizil entfernt fließt die Agger, ein Fluss oder Flüsschen, dass in die Sieg mündet, welche wiederum in den Rhein übergeht. Das ist die Route die ich heute ausprobieren möchte. Informationen über diese Route habe ich keine. Auch das Internet liefert dazu nicht viel Brauchbares. Ich weiß um die Schwalle auf dieser Strecke, die mit Booten durchaus befahrbar sind aber an denen das Wasser schnell und unruhig wird. Den genauen Lauf der Route bis zum Rhein kenne ich nur von Landkarten her. Auch kenne ich den aktuellen Wasserstand nicht. Ich weiß jedoch, dass viele Menschen mit Booten und Luftmatratzen die Agger und die Sieg befahren. Letzen Endes macht aber gerade diese Unwissenheit das Abenteuer aus. No risk, no fun!

Die Vorbereitungen abgeschlossen und nachdem wir alles nötige eingepackt haben, machen wir uns auf den Weg. Das 25 kg schwere Boot packe ich auf ein Rollbrett. So können wir es bequem zum 20 Minuten entfernten Einstieg an die Agger transportieren.

Das Boot ausgepackt, sehe ich zum ersten Mal seine Dimension. Ich bin nach wie vor beeindruckt und entzückt über diesen komfortablen Gummikahn. Ca. 3,7 m lang, 1,7 m. breit und 43 cm hoch. Nun ging es ans aufpumpen. Das Boot hat 3 Luftkammern und 3 separate Sitzkissen. Ziemlich schweißtreibend an so einem Tag. Nach ca. 20 Minuten ist das Schlauchboot schwimmbereit. Jetzt noch das Boot zu Wasser lassen, die Paddel zusammenbauen und los geht es.

Es ist schon ein wenig her, als ich das letzte Mal Bötchen gefahren bin. Und da war es ein Kanu. Mein Schlauchboot ist wesentlich breiter, weshalb ich mich an die ungewohnte Rudersituation gewöhnen muss. Aber alles ist gut, meine Frau rekelt sich in der Sonne und die Strömung treibt uns langsam flussaufwärts.

Relativ schnell erreichen wir die Sieg und da kommt auch schon der erste Schwall. Es erinnert mich an Wildwasserfahrten und meine Gedanken drehen sich um die Steine und das Treibgut sowie um den Tiefgang meines Bootes. Wie ich feststelle, hat nämlich so gut wie keinen Tiefgang und der Wasserstand ist ausreichend, um den Schwall schadlos zu passieren.

Und so lassen wir uns weiter treiben. Ich brauche eigentlich nur zu lenken, die Strömung ist angenehm und stark genug, um uns voran zu bringen. Auch stelle ich fest, dass die Sieg nicht sehr tief ist. Durch das klare aber sehr kühle Wasser, sehe den Grund und die dort liegenden, hellen Steine rasch an mir vorbei ziehen. Vereinzelt nehme ich auch Fische wahr, die in kleinen Bögen aus dem Wasser springen oder mit ihrer Rückenflosse an der Wasseroberfläche ihre Bahnen ziehen.

Die  Bootstour ist ein voller Erfolg. Ich fühle mich glücklich, begeistert von der Natur, die mich umgibt. Immer wieder passieren wir kleine Strände, an denen uns grüßende Menschen sitzen und grillen. Wir sehen Angler und Hunde, die in der Sieg eine Abkühlung suchen. Einmal treiben wir an einem Pferd vorbei, das bis zum Bauch im Wasser steht.

Oft bin ich der Sieg entlang auf dem Radweg gefolgt, doch auf der Sieg selber ergeben sich völlig neue Perspektiven auf die Umgebung. Alles ist so naturbelassen. Hohe, schattenspendende Bäume säumen das Ufer und verdecken die Sicht auf Straßen, Häuser und Verkehr. Es ist, als bewege ich mich in einem anderen Land, einer anderen Welt. Die Zeit scheint still zu stehen und für einen Moment vergesse ich die Zivilisation, in der ich meinen Alltag verbringe.

Dann treffen wir immer wieder auf andere Schlauchboote, teilweise zu schwimmenden Inseln zusammengebunden und mit jungen Leuten und Familien, die den strahlenden Sonnenschein und die Ruhe genießen. Auch treffen wir auf Menschen, die sich auf ihren Luftmatratzen die Sieg entlang treiben lassen.

Schließlich erreichen wir die Siegfähre. Hier ist es voll mit Menschen, die das Ufer belagern oder im kühlen Nass sitzen. Die Fähre nimmt viele Radfahrer auf, die heute unterwegs sind. Nachdem wir diese Flussstelle passiert haben, wird die Sieg ruhiger. Die Strömung lässt nach und in der Siegaue ist sie kaum noch wahrnehmbar. Der Rhein ist jetzt nicht mehr weit entfernt. Ich sehe bereits die Spitzen der Kräne im Bonner Hafen. Der Rhein verläuft hier parallel zur Sieg. Nun muss ich mich doch noch in die Riemen legen. Dennoch empfinde ich tiefe Entspannung und Wohlgefühl, dass ich in Form eines angenehmen Kribbelns im Körper wahrnehme.

Nach gut 2,5 bis 3 Stunden haben wir unser Ziel, Mondorf am Rhein, erreicht. Hier hatte ich bereits am Morgen mein Auto abgestellt und war dann mit dem Fahrrad an der Sieg entlang nach Hause gefahren. Für die Strecke von 12 km brauchte ich da gerade mal 30 Minuten.

Insgesamt muss ich sagen, ein ganz toller Tag mit vielen, neuen Eindrücken, einem Hauch von Abenteuer und schönen Minuten, an die ich noch lange denken werde. Zum Abschluss dieses erlebnisreichen Tages, grillen wir jetzt noch Schaschlik.

Einfach mal ausprobieren…das Leben ist schön und hat so viel zu bieten.

 

tags:
Back to Top